Infos für den Patienten

So genannte offene Beine (Ulcus cruris) sind Wunden an den Knöcheln oder Waden, die über längere Zeiträume nicht von selber heilen. Sie sind für den Betroffenen und die Angehörigen sehr belastend. Das diabetische Fuß-Syndrom ist eine Spätfolge von der Blut-Zuckererhöhung, Diabetes, oft gemischt mit einer Erkrankung der Schlagadern.

Beide Krankheitsbilder können zielgerichtet behandelt werden, um ein schnelleres Abheilen zu fördern und um Komplikationen zu vermeiden. Dazu muss zunächst eine Diagnose gestellt werden und dann eine Therapie eingeleitet werden mit speziellen Wundauflagen und Hilfen. Hierzu gibt es spezialisierte Ärzte und speziell ausgebildete Arzthelferinnen, sowie Pfleger in Pflegediensten und Heimen.

Unser Ziel ist es, diese Dienste zu vernetzen, damit Sie möglichst schnell nach Auftreten von Wunden an den Knöcheln bei Krampfadern oder nach Thrombosen zu einer Behandlung kommen, ebenso bei Wunden an den Zehen bei Diabetikern. Beides sind Anlässe, dringend den Hausarzt aufzusuchen, der Sie anmelden wird.

Sollten Sie oder ein Angehöriger an einer schon länger bestehenden Wunde an den Füßen oder Beinen leiden, sprechen Sie Ihren Hausarzt oder ggf. Ihren Diabetologen an. Es gibt heute die Möglichkeit, nach der Untersuchung der Ursache eine spezifische Behandlung anzuwenden, sodass der Zustand sich deutlich verbessern lassen sollte. Die Adressen der spezialisierten Ansprechpartner finden Sie im Bereich „Wer ist wo?“. Bitte beachten Sie, dass diese Stellen auch kurzfristige Termine anbieten, zu denen aber Ihr Hausarzt oder Ihr Pflegedienst Sie anmelden muss.

Im schlimmsten Fall, sollte der Hausarzt tatsächlich diese Anmeldung aus welchen Gründen auch immer nicht durchführen, können Sie uns auch ein Foto Ihrer Wunde zumailen. Dann können wir entscheiden, ob es sich wirklich um ein Ulcus cruris oder einen dialektischen Fuß handelt und Ihnen ggf. ohne Anmeldung weiter helfen.